|





Mit
Mauszeiger über die
Vorschau-Bilder streichen
zum Vergrößern oder
Klick zur Bildergalerie
|
Markante Erkennungszeichen der Insel Neuwerk sind nicht nur der
Turm, sondern auch die Holzkonstruktionen der Nord- und Ostbake.
Die Nordbake ist bereits auf einer alten Karte von 1568 zu finden.
Sie befindet sich im Watt, unweit des Radarturms. Der Standort war
so gewählt, dass ihr Lattenwerk das Blüsenfeuer verdeckte, sobald
einlaufende Schiffe den Ort erreicht hatten, an dem sie eine
bestimmte Kursänderung vornehmen mussten. Wegen dieser Funktion
hieß sie auch Verdunkelungsbake.
Die Ostbake befindet sich auf der Insel Neuwerk im Ostvorland und
wurde 1635 vom Hamburger Peter Petersen erbaut. Sein Spitzname war
"Klappmütze", weshalb die Ostbake auch Klappmützenbake genannt
wurde. Sie diente den Tonnenlegern zur Orientierung beim Auslegen
der Elbtonnen.
Die Blüsen waren die Vorläufer der heutigen Leuchtfeuer an Nord-
und Ostsee. Sie wurden mit Holz und später mit Steinkohle
beschickt. Die Unterhaltung dieser Blüsen war ein schwieriges
Unterfangen, weil das Feuer unter freiem Himmel brannte und ständig
der Witterung ausgesetzt war. Die Kohlenblüse in der Nähe des
Neuwerker Leuchtturms war 170 Jahre in Betrieb und geriet während
dieser Zeit dreimal in Brand, musste wegen Uferbruchs versetzt
werden und wurde einmal vom Sturm umgeweht.
Der Wehrturm der Insel Neuwerk wurde erst am 20.09.1814 als
Leuchtturm in Betrieb genommen.
1873 wird die Insel Neuwerk Landgemeinde mit einem Ortsvorstand.
1905 kommen die ersten Urlauber auf die Insel und Neuwerk wird
Seebad und Erholungsort.
In den 1970er Jahren geriet Neuwerk aufgrund seiner strategisch
günstigen Lage (in der Elbmündung vor Cuxhaven) ins öffentliche
Interesse. Der industrielle Ausbau sollte voran getrieben werden
und der Bau eines Tiefwasserhafens war im Gespräch. Umweltschützer
und Naturliebhaber waren erleichtert als Hamburg sich gegen diese
Pläne und 1990 für die Ausweisung eines Nationalparks Hamburgisches
Wattenmeer entschied.
Davon profitieren heute nicht nur die zahlreichen Vogelarten,
sondern auch die Ruhe suchenden Urlauber Neuwerks.
Anreise:
Wattwandern von Sahlenburg oder Duhnen aus, mit fachkundiger
Führung oder alleine entlang den Pricken (Zweige, die jedes
Frühjahr neu gesetzt werden, um den Weg nach Neuwerk zu markieren),
ist eine von drei Möglichkeiten, die Insel Neuwerk zu erreichen.
Abgestimmt auf Ebbe und Flut, fährt täglich, von März bis Oktober,
die MS Flipper ab Cuxhaven/"Alte Liebe" und ca. 3 Stunden
Aufenthalt auf Neuwerk.
Ein ganz besonderes Erlebnis ist die Fahrt mit dem Wattwagen.
Sicheren Hufes ziehen die Zweispänner ihre Fahrgäste durch das Watt
und die Priele.
Auf der Insel Neuwerk angelangt, erwartet den Besucher saubere
Seeluft, Ruhe und höchste Badewasserqualität. Die 38 Insulaner
leben hauptsächlich vom Tourismus und ein wenig von der
Landwirtschaft.
Außer die naturgegebenen Vorzüge von Neuwerk zu genießen, haben
Urlauber und Tagesgäste die Möglichkeit, sich im neu errichteten
Nationalpark-Haus über Gezeiten, Vogelarten und die
Entstehungsgeschichte von Neuwerk und den vorgelagerten Inseln
Nigehörn und Scharhörn zu informieren.
Mitarbeiter des Vereins Jordsand (zum Schutze der Seevögel und der
Natur e.V.) und der Nationalpark-Verwaltung unternehmen mit
interessierten Urlaubern Salzwiesenexkursionen, Wanderungen zu den
Seehunden an der Mündung des Elbe-Neuwerk-Fahrwassers,
naturkundliche Inselführungen oder geführte Wanderungen nach
Scharhörn.
|