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Geschichtliches zur Insel Neuwerk

Bereits im Jahre 1286 taucht die Insel Neuwerk, bescheiden "O" oder "Och" genannt, in schriftlichen Überlieferungen auf.
Fischer entdeckten die flache grüne Hallig für sich und bewohnten die Nige O (= neues Auge) wahrscheinlich in der Fischfangzeit, vom Frühjahr bis Herbst.
Die Insel Neuwerk gehört seit 700 Jahren -mit Unterbrechung- zur Hansestadt Hamburg. Die Hamburger waren es dann auch, die
1299-1310, den 35m hohen Turm als Seezeichen und als Vorposten gegen See- und Strandräuber errichten ließen.
Heute ist der Neuwerker Turm das älteste Gebäude Hamburgs.
Er als "neues Werk" war schon in der hansischen Periode so bestimmend, dass die Hallig von "O" über "Nige O" zu "Nige Werk" umbenannt wurde.
Erst nach der Eindeichung von Neuwerk 1556-59, wurde aus der Hallig die Insel Neuwerk.

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Markante Erkennungszeichen der Insel Neuwerk sind nicht nur der Turm, sondern auch die Holzkonstruktionen der Nord- und Ostbake.
Die Nordbake ist bereits auf einer alten Karte von 1568 zu finden.
Sie befindet sich im Watt, unweit des Radarturms. Der Standort war so gewählt, dass ihr Lattenwerk das Blüsenfeuer verdeckte, sobald einlaufende Schiffe den Ort erreicht hatten, an dem sie eine bestimmte Kursänderung vornehmen mussten. Wegen dieser Funktion hieß sie auch Verdunkelungsbake.
Die Ostbake befindet sich auf der Insel Neuwerk im Ostvorland und wurde 1635 vom Hamburger Peter Petersen erbaut. Sein Spitzname war "Klappmütze", weshalb die Ostbake auch Klappmützenbake genannt wurde. Sie diente den Tonnenlegern zur Orientierung beim Auslegen der Elbtonnen.
Die Blüsen waren die Vorläufer der heutigen Leuchtfeuer an Nord- und Ostsee. Sie wurden mit Holz und später mit Steinkohle beschickt. Die Unterhaltung dieser Blüsen war ein schwieriges Unterfangen, weil das Feuer unter freiem Himmel brannte und ständig der Witterung ausgesetzt war. Die Kohlenblüse in der Nähe des Neuwerker Leuchtturms war 170 Jahre in Betrieb und geriet während dieser Zeit dreimal in Brand, musste wegen Uferbruchs versetzt werden und wurde einmal vom Sturm umgeweht.
Der Wehrturm der Insel Neuwerk wurde erst am 20.09.1814 als Leuchtturm in Betrieb genommen.
1873 wird die Insel Neuwerk Landgemeinde mit einem Ortsvorstand.
1905 kommen die ersten Urlauber auf die Insel und Neuwerk wird Seebad und Erholungsort.
In den 1970er Jahren geriet Neuwerk aufgrund seiner strategisch günstigen Lage (in der Elbmündung vor Cuxhaven) ins öffentliche Interesse. Der industrielle Ausbau sollte voran getrieben werden und der Bau eines Tiefwasserhafens war im Gespräch. Umweltschützer und Naturliebhaber waren erleichtert als Hamburg sich gegen diese Pläne und 1990 für die Ausweisung eines Nationalparks Hamburgisches Wattenmeer entschied.
Davon profitieren heute nicht nur die zahlreichen Vogelarten, sondern auch die Ruhe suchenden Urlauber Neuwerks.
Anreise:
Wattwandern von Sahlenburg oder Duhnen aus, mit fachkundiger Führung oder alleine entlang den Pricken (Zweige, die jedes Frühjahr neu gesetzt werden, um den Weg nach Neuwerk zu markieren), ist eine von drei Möglichkeiten, die Insel Neuwerk zu erreichen.
Abgestimmt auf Ebbe und Flut, fährt täglich, von März bis Oktober, die MS Flipper ab Cuxhaven/"Alte Liebe" und ca. 3 Stunden Aufenthalt auf Neuwerk.
Ein ganz besonderes Erlebnis ist die Fahrt mit dem Wattwagen. Sicheren Hufes ziehen die Zweispänner ihre Fahrgäste durch das Watt und die Priele.
Auf der Insel Neuwerk angelangt, erwartet den Besucher saubere Seeluft, Ruhe und höchste Badewasserqualität. Die 38 Insulaner leben hauptsächlich vom Tourismus und ein wenig von der Landwirtschaft.
Außer die naturgegebenen Vorzüge von Neuwerk zu genießen, haben Urlauber und Tagesgäste die Möglichkeit, sich im neu errichteten Nationalpark-Haus über Gezeiten, Vogelarten und die Entstehungsgeschichte von Neuwerk und den vorgelagerten Inseln Nigehörn und Scharhörn zu informieren.
Mitarbeiter des Vereins Jordsand (zum Schutze der Seevögel und der Natur e.V.) und der Nationalpark-Verwaltung unternehmen mit interessierten Urlaubern Salzwiesenexkursionen, Wanderungen zu den Seehunden an der Mündung des Elbe-Neuwerk-Fahrwassers, naturkundliche Inselführungen oder geführte Wanderungen nach Scharhörn.
 

 

 

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Hotel Nige Hus & Restaurant "Zum Anker"

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